Es wird viele Kräfte brauchen, um die Stadt der Zukunft zu managen. Urbitekten müssten sich erfinden, um die Probleme dichter Besiedlungsräume frühzeitig zu erkennen und für Lösungen zu sorgen. Die Stadt der Zukunft ist grenzübergreifend und wird Vorsorge treffen müssen, Slums, Favelas, Katchi Abadis oder Bustees gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch wie will man den Zustrom von Landflüchtigen Herr werden? Wie wollen wir das Horrorszenarium Stadt gar nicht erst aufkommen lassen, so wie es im Comic "Fieber des Stadtplaners" von Francois Schuiten und Benoit Peeters illustriert ist?
Schon jetzt verbinden Umfragen zu Folge Menschen mit dem Begriff Stadt wenig Positives. Sie denken an Kriminalität, Terror, Einsamkeit und Umweltzerstörung. An grauen Himmel, wenig Grün und Betonwände.
Kontrolle ist ein wesentliches Element, das zumindest eines dieser Ängste etwas begrenzen kann. So wie zum Beispiel in Johannisburg, der Hauptstadt Südafrikas, die Kriminalität auf den Straßen drastisch zurückgeht, weil die Stadtverwaltung an vielerlei gefährlichen Ecken Kameras installiert hat und bei beobachteten Verbrechen und Vergehen sofort zuschlägt, so hat New York im Jahr 2003 1329 Morde weniger zählen müssen, als im Jahr 1993. Auch Delikte ohne Todesfälle, wie z. B. Raubdelikte sind im Jahr 2003 um 59973 Fälle im Vergleich zum Jahr 1993 zurückgegangen. Ein Grund für diesen Rückgang ist die Politik des damaligen Stadtoberhauptes Guiliani gewesen, der die Polizeipräsenz in New York City innerhalb von zehn Jahren stark erhöht hat.
Die Stadt der Zukunft ist eine große Herausforderung der Stadtplaner, die künftig weit mehr leisten müssen, als auf dem Reissbrett neue Gebiete zu erschließen. Sie werden als Urbitekten in der Lage sein müssen, den Lebensraum Stadt zwischen Freiheit und Überwachung gezielt gestalten zu können...
This article is translated and original is from German journalist Mrs Karin Steinberger, published "Ein Rest von Heiligkeit" in
Süddeutsche Zeitung #171, page 3 from Thursday, 2006, July 27th