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Cows in Delhi

Trantor - der Stadtplanet

Landflucht -- Stadtboom

Agglomerations

Zukunft der Stadt

 

TRANTOR - DER STADTPLANET

1951 erschien von Isaac Asimov eine Science-Fiction-Saga mit dem Namen Foundation. In dieser Saga geht es um einen Stadtplaneten namens Trantor und malte bereits die düsteren Visionen menschlichen Daseins aus, die zum Teil heute zum normalen Städtealltag gehören zu scheinen. Zu Asimovs Zeiten lebten bereits 33 Prozent der Weltbevölkerung in den Städten. 50 Jahre zuvor lebten gerade mal 14 Prozent der Menschheit in den Städten dieser Welt. 100 Jahre vorher waren es gerade mal drei Prozent. Laut einer Schätzung der Vereinten Nationen werden 2030 mehr als 60 Prozent der Menschheit in Städten bzw in städtischen Ballungsräumen leben.

LANDFLUCHT

Wir erkennen also, die Landflucht ist enorm gestiegen und das tut sie heute immer noch ungebrochen. Sogar stärker denn je. Dazu müssen wir über unseren Tellerrand schauen. Denn wenn vom Städtesterben in Deutschland die Rede ist, weil immer mehr Menschen aus der Stadt ziehen, um sich im Grünen niederzulassen, so steht das in keinem Verhältnis zur weltweiten Landflucht.

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STADTBOOM

Allein New York war zu Beginn der 50iger Jahre bereits eine Zehn-Millionen-Stadt. Die Bevölkerung aller Städte dieser Welt wächst täglich um 180.000 Menschen. Dhaka ist die Hauptstadt Bangladeschs. Sie zählte zu Asimovs Zeiten gerade mal soviele Einwohner wie heute eine typische deutsche mittlere Großstadt wie vielleicht Bochum oder Gelsenkirchen. In zehn Jahren wird Dhaka die zweitgrößte Stadt der Welt sein, direkt hinter Tokio. Es werden dann 44 mal soviele Einwohner sein, wie noch 65 Jahre zuvor. Auch im dünn besiedelten Afrika platzen die Städte aus allen Nähten und fressen sich immer tiefer in die ländliche Umgebung hinein. Lagos, die Hauptstadt Nigerias zählt heutzutage 12 Millionen Menschen. Lagos ist nach Dhaka die am zweitschnellsten wachsende Stadt der Erde. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Hauptstadt Nigerias flächenmäßig verdoppelt, wobei aller Wahrscheinlichkeit nach 2 Drittel der Stadt Slums oder Barackensiedlungen sind.
Den Städten der Industrialisierung in Europa, wie zum Beispiel London, Berlin oder Manchester ging es damals nicht viel anders als vielen Städten der heutigen Entwicklungsländer. Allerdings konnten diese Städte sich im Laufe des Jahrhunderts fangen und die katastrophalen Umstände fehlender Hygiene und anderer Probleme dank der Industrialisierung weitestgehend in den Griff bekommen. Doch die Industrialisierung ist vorüber. In Afrika oder Asien kommen Menschen oft für Hungerlöhne in die Stadt und kämpfen ums nackte Überleben.

AGGLOMERATIONS- bzw. HYBRIDFORMEN der STADT

Doch nicht nur die Menschen kommen vom Land in die Stadt, sondern auch die Stadt kommt mit seinen Menschen immer mehr ins Land. Diese Agglomerations- bzw. Hybridform ist weder rein ländlich noch urban, sondern wie es Stadtforscher Gregory Guldin ausdrückt sind diese Formen eine "Vermischung von ländlichen und urbanen Formen, in denen ein dichtes Netz aus Transaktionen großer urbaner Kerne mit den sie umgebenden ländlichen Regionen verbindet." So ist zum Beispiel das Pearl-River-Delta aufgebaut, das Hong Kong und die Provinz Guangzhou verbindet. Auch die indonesische Hauptstadt Jakarta stellt eine solche Hybridform dar, die unter der Bezeichnung "Jabotabek" die gesamte Großregion Jakartas bezeichnet.
Die Städte der Zukunft bedeuten eine Herausforderung für die Menschheit. Die reichen Städte, wie z. B. London können weiter wachsen und sie werden sich immer wieder neu erfinden, um nicht im Molloch unterzugehen. Die armen Städte, wie z. B. Dhaka werden weiterhin mit Landflüchtigen viel zu tun haben. Dabei tragen Projekte, wie die Ansiedlung indischer Slumbewohner gerade mal die Spitze des Eisberges ab.

STADT der ZUKUNFT - ZUKUNFT der STADT

Es wird viele Kräfte brauchen, um die Stadt der Zukunft zu managen. Urbitekten müssten sich erfinden, um die Probleme dichter Besiedlungsräume frühzeitig zu erkennen und für Lösungen zu sorgen. Die Stadt der Zukunft ist grenzübergreifend und wird Vorsorge treffen müssen, Slums, Favelas, Katchi Abadis oder Bustees gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch wie will man den Zustrom von Landflüchtigen Herr werden? Wie wollen wir das Horrorszenarium Stadt gar nicht erst aufkommen lassen, so wie es im Comic "Fieber des Stadtplaners" von Francois Schuiten und Benoit Peeters illustriert ist?
Schon jetzt verbinden Umfragen zu Folge Menschen mit dem Begriff Stadt wenig Positives. Sie denken an Kriminalität, Terror, Einsamkeit und Umweltzerstörung. An grauen Himmel, wenig Grün und Betonwände.
Kontrolle ist ein wesentliches Element, das zumindest eines dieser Ängste etwas begrenzen kann. So wie zum Beispiel in Johannisburg, der Hauptstadt Südafrikas, die Kriminalität auf den Straßen drastisch zurückgeht, weil die Stadtverwaltung an vielerlei gefährlichen Ecken Kameras installiert hat und bei beobachteten Verbrechen und Vergehen sofort zuschlägt, so hat New York im Jahr 2003 1329 Morde weniger zählen müssen, als im Jahr 1993. Auch Delikte ohne Todesfälle, wie z. B. Raubdelikte sind im Jahr 2003 um 59973 Fälle im Vergleich zum Jahr 1993 zurückgegangen. Ein Grund für diesen Rückgang ist die Politik des damaligen Stadtoberhauptes Guiliani gewesen, der die Polizeipräsenz in New York City innerhalb von zehn Jahren stark erhöht hat.
Die Stadt der Zukunft ist eine große Herausforderung der Stadtplaner, die künftig weit mehr leisten müssen, als auf dem Reissbrett neue Gebiete zu erschließen. Sie werden als Urbitekten in der Lage sein müssen, den Lebensraum Stadt zwischen Freiheit und Überwachung gezielt gestalten zu können...

Informationen aus der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG vom 17. Februar 2005, (Nr. 39, S. 13)

Something's Left: A Little Holyness

Once Indian sacrified their cattles as Holyness, but now Delhi is facing them as a plague and try to bann them from the city

This article is translated and original is from German journalist Mrs Karin Steinberger, published "Ein Rest von Heiligkeit" in Süddeutsche Zeitung #171, page 3 from Thursday, 2006, July 27th

 

 

 

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