[Webbased Lesson / Online-Live-Unterricht]

  • Einführung
  • Klassen und Objekte
  • Datentypen
  • An- und Zuweisung von Variablen
  • Deklaration
  • Einführung in die Programmierung

    aus: C. H. Block, "Internet, Intranet, Extranet für Manager", verlag moderne industrie www.mi-verlag.de, Landsberg /Lech, 1999, S. 67 und S. 31

    Im Unterschied zu maschinennahen Sprachen ist die objektorientierte Programmiersprache JAVA nicht an Funktionen, sondern an Methoden gebunden.

    Der Programmierer

    Ein Programmierer kann eine zu lösende Aufgabe in viele kleine Teilaufgaben so zerlegen, dass er aus diesen Teilaufgaben Lösungen (Funktionen) erarbeiten kann, damit sein Programm funktioniert.
    Er kann aber auch die Aufgabe beschreiben, indem er alle Anforderungen, die an diese Aufgabe gestellt sind, sammelt und ordnet. Genau das macht ein Objektprogrammierer. Die gesammelten Anforderungen nennt er dabei Objekte.
    Wenn er alle erforderlichen Objekte zur Programmierung zusammengestellt hat, beginnt der Programmierer diese Objekte nach Klassen zu ordnen. Angenommen, der Programmierer schreibt ein Programm zur Herstellung eines Autos würde er wie folgt vorgehen:

    Datentypen

    Nun geht es ans Eingemachte. Wie soll der Rechner Objekte erkennen können, wenn er doch nur mit Zahlenkolonnen arbeitet? Ganz einfach. Anhand der Datentypen. Der Datentyp bezeichnet die Art des Inputs, das später einmal von dem Benutzer Ihres Programms eingegeben wird und entsprechend verarbeitet werden soll. Es reserviert somit eine bestimmte Größe des erforderlichen Speichers im Programm. Wir kennen acht Datentypen für Java:

    Typ

    Werte

    boolean

    false, true

    char

    über 65.000 Unicodezeichen

    byte

    -128 bis +127

    short

    -32.768 bis +32.767

    int

    -2.147.483.648 bis +2.147.483.647

    long

    -9.223.372.036.854.775.808 bis +9.223.372.036.854.775.807

    float

    Fließkommazahlen

    double

    große Fließkommazahlen mit mehr als 12 Stellen hinterm Komma


    Diese 8 Datentypen sollten Sie sich als künftiger JAVA-Programmierer gut einprägen. Die Werte brauchen Sie je nach Anwendung nur zu erahnen, aber die Zuordnung sollte schon treffend sein.
    Wenn Sie beispielsweise ein Zeichenprogramm entwerfen wollen, dann brauchen Sie Datentypen wie "int" und "float". Wenn der unbekannte Benutzer einen Kreis zeichnen will, dann wissen Sie halt nicht, welchen Umfang sein Kreis haben wird. Der Umfang kann sowohl eine gerade Zahl, als auch eine Fließkommazahl sein.

    An- und Zuweisung von Variablen

    Tja, jetzt muss man noch irgendwie die Variablen zuweisen und das ganze als einen Ausdruck zusammenfassen. Ähnlich wie in der menschlichen Sprache brauchen wir dafür Wörter (Zuweisungen), die wir zu Sätze (Anweisungen) bilden können.
    Variable werden mit Operatoren zugewiesen. Das Zuweisungszeichen ist das mathematische Gleichheitszeichen (=).

    Wenn die Zuweisung der einzelnen Variablen (Objekte) zu einer Klasse mit einem Semikolon (;) abgeschlossen ist, dann handelt es sich um eine Anweisung.

    Deklaration

    Das Computersystem muss jetzt nur noch Bescheid wissen. Wenn Sie Objekte der Klasse Karosserie sammeln, dann muss das System nur noch erfahren, dass wenn Sie Karosserie schreiben, Karosserie gemeint ist. Alle Objekte der Karosserie sind Wörter. Keine Zahlen und keine Sonderzeichen. Der Datentyp "char" steht schonmal fest.

    ist die Deklaration, also die eindeutige Zuordnung von Objektnamen und Datentyp. Immer wenn Sie im weiteren Programmverlauf den Ausdruck Karosserie verwenden, weiß der Computer, welcher Typ damit verbunden ist. Deklaration heißt es, wenn eine Variable einem Datentyp zugeordnet wird.
    Der Computer muss halt wissen, wo er die von Ihnen noch zu definierende Variable ablegen und auch wiederfinden soll. Es bedeutet einfach die Anrede eines Objektes, das als gewisser (deklarierter) Datentyp künftig und auf alle Zeiten unter JAVA operieren soll. Bei einer Deklaration wird einer Variablen auch programmatisch ein Wert zugewiesen. Bei den Datentypen byte, short, int long, float und double sind diese Werte auf 0 gesetzt. Entspricht der Wert 0 aber nicht Ihren Vorstellungen, dann weisen Sie selbst der Variablen einen Wert zu. Dieser Vorgang wird auch Initialisierung genannt.
    Die Definition ordnet eine Variable einen bestimmten Dateityp zu.

    Angenommen, wir wollen ein simples Programm basteln, das uns an alle wichtigen Geburtstage erinnert. Wir würden einen Vorgang deklarieren beginnend mit:

    Danach treffen wir eine Zuweisung - denn von selbst kommt der Rechner nicht so schnell drauf, dass unsere Mama am 20. September Geburtstag hat. Sollte Mama uns danach was hinter die Löffel geben, weil wir sie einen Monat älter gemacht haben, als sie ist; kein Problem:
    Bevor Mama zum Pferdekuss von Papa ausholen läßt, haben wir bereits das Datum berichtigt.

    Mitreden in: Informatik