[Webbased Lesson / Online-Live-Unterricht]

Handwerksmeister im Sauerland

HYPERTEXT

Grundlagen

* HTML-STRUKTUR

* Erstellen einer Browserseite

* Syntax

* Was ist Syntax?

* Umlaute & Sonderzeichen

* Parameter

* Tipps zur Dateinamenvergabe

* Deutsche Dateinamen

* Head-, Meta- und Title-Tags

Struktur

Erstellen einer Browserseite in 2 Minuten

 

Kopieren Sie bitte den Text im obigen Textfeld. Öffnen Sie nun unter Zubehör Ihren Texteditor und fügen den kopierten Text ein. Dann gehen Sie ins Menü DATEI und auf SPEICHERN UNTER...

Speichern Sie bitte die Editordatei unter den Dateityp ALLE DATEIEN und vergeben Sie einen kurzen Namen für Ihre Datei, die mit .html enden muss. DAS IST SEHR WICHTIG!

Gehen Sie dann auf die Schaltfläche SPEICHERN und Sie haben eine Datei, die Ihr Browser (MS INTERNET EXPLORER, NETSCAPE, T-ONLINE, ect.) erkennen kann. Sie können Ihre Datei als Browser öffnen und Sie sehen Ihre Seite mit Ihrem Bild. Bitte beachten: Sie sollten im Ordner EIGENE DATEIEN natürlich auch ein Bild von sich haben. Den Namen des Bildes nehmen Sie statt dem "meinefresse.jpg", sollte Ihr Bild nicht eh so heißen...

SYNTAX

Seit Windows 95

Seitdem es Windows 95 gibt, dürfen Dateinamen mehr als 8 Zeichen haben. Vor Windows 95 mußte der user immer darauf 8 geben, dass er der magischen 8 huldigte. Warum eigentlich?

Die 8 ist in der Programmierung eine bedeutsame Zahl. Ein Byte beispielsweise besteht aus 8 Bit. Ein Bit ist ein (digitaler) Zustand (1 oder 0). Bei logischen Schaltungsverknüpfungen ergibt erst eine sinnvoll geschaltete Verknüpfung aus jeweils zwei möglichen Zuständen (Blau-und-Signal oder Schwarz-und-kein-Signal) ein logisches Ergebnis (Byte). Und von diesen Zustandsmöglichkeiten gibt es für die wichtigsten Verknüpfungsglieder, die die Digitaltechnik kennt, 8 Zustände (Bits), die eine gewünschte Aktion erst funktionieren (funzen) lassen.

Sie merken also, auch, wenn ab Windows 95 mehr als 8 Zeichen zur Dateinamenvergabe erlaubt sind, so ist das doch nur ein plattforminterner Trick. Denn letzlich werden Ihre Dateinamen in eine Bitfolge von 8 Zeichen übersetzt. Sie können zwar bei der Vergabe von Dateinamen alle im ASCII-Code gebräuchlichen Zeichen verwenden. Doch rechnen Sie bei der Arbeit auf anderen Plattformen ruhig mit Syntaxproblemen.

Was ist Syntax

Syntax ist eine besondere Form der "Rechtschreibung". Haben Sie sich vielleicht auch schonmal darüber gewundert, warum in Zeiten des Internets der Trend nach zusammengeschriebenen Namen auf kuriose Art und Weise zunahm? Warum einige Firmen sich nicht wie früher "Krause & Sohn" nannten, sondern plötzlich "KrauseSohn" hießen? Ich möchte für wetten, dass das mit ihrem Internetauftritt zu tun hatte. Denn in der Internetadresse ließ sich einfach

www.Krause & Sohn.de

nicht ausfindig machen, obwohl doch der junge Krause extra einen Internetauftritt eingerichtet hatte. Doch dieser fand sich nur unter einer perfekt geschriebenen Syntax wieder:

www.krausesohn.de

Dem Internet (also dem www) ist es völlig schnuppe, ob Sie groß oder klein schreiben. Es findet

www.KRAUSESOHN.de

genauso wie

www.krausesohn.de

oder www.KrauseSohn.de

Auf Leerzeichen jedoch reagiert es allergisch. Warum? Weil Leerzeichen Platzfresser sind. Vergessen wir nicht, dass das Internet bereits 35 Jahre alt ist und Ende der Sechziger Jahre waren Speicherkapazitäten rar. Im Prinzip sind sie das heute immer noch. Die Qualität des Internets ist gestiegen und damit auch seine Aufgaben, die an seine Übertragung gestellt werden.

keine Umlaute und Sonderzeichen

Mittlerweile gibt es ja bei der DNS auch die Vergabe von Umlauten in den Domains. Endlich kann Ließchen Müller auch ihre eigene Homepage erstellen, ohne sich Liesschen Mueller umtaufen zu müssen. Doch auf das "ß", was ja eigentlich ein griechischer Buchstabe Klein-Beta ist, wird Ließchen wohl auch weiterhin verzichten müssen, weil es ein Sonderzeichen darstellt.

Sonderzeichen können Parameter sein

Die maschinenlesbare Programmierung - anders als die objektorientierte Programmierung - hält sich strikt an mathematische Grundsätze. Viele Sonderzeichen der Mathematik fließen nahtlos in die Programmierung. In der Mathematik ist das Ausrufezeichen (!) beispielsweise auch bekannt zur Fakultätsberechnung. Sonderzeichen übernehmen unter Umständen Funktionen zur Programierung und sind darum als Parameter anzusehen. Zu ihnen gehören Zeichen wie:

    !

    " (für Pfadangaben)

    §

    $ (z. B. bei der Tabellenkalkulation)

    %

    &

    / und \ (Slash und Backslash, siehe "Übersicht der wichtigsten Befehle")

    { } [ ](geschweifte und eckige Klammern sind wichtig in der objektorientierten Programmierung wie C und C++, JAVA, ect.

    =

    ?

    *

    +

    '

    # (Raute)

    _ (Underdash bzw. Unterstrich)

    < > (Tag)

    |

    ;

    :

    und Leerzeichen

Diese aufgeführten Zeichen übernehmen Funktionen innerhalb des Quelltextes oder gar außerhalb im Quellcode. Also haben diese Elemente nichts in der Dateinamenvergabe zu suchen.

Tipps für die Dateinamenvergabe

In der Kürze liegt die Würze. Bedenken Sie bitte, dass eine html-Datei letztlich in die komplette URL aufgenommen wird, was zur Folge hat, dass die Suchmaschinen nach Ihnen fahnden.

Da die meisten Maschinen nach Stichworten suchen - denn was anderes gibt der Suchende letzlich nicht in die Maschine ein - ist es ratsam, daran zu denken. Machen Sie Ihre Dateinamenvergabe nicht mal so eben "hoppla-hopp"! Sie könnten es später bereuen. Machen Sie sich Gedanken! Schließlich ist es Ihr "Kind". Sie haben die Datei erstellt und deswegen würdigen Sie es bitte mit einem Namen, der Ihnen und allen seinen Benutzern etwas sagt.

Die Deutsche Sprache

Wie kaum eine andere Sprache dieser Welt, bietet die Deutsche Sprache unbegrenzte Möglichkeiten in der Wortzusammensetzung. Und dennoch spielt selbst beim längsten Wort wie beispielsweise Wahlkampfabschlußkandidatenkundgebung nur das letzte Wort die aussagende Geige. In diesem Fall ist es die Kundgebung. Deutsche sind sehr genau. Sie versuchen mithilfe der Sprache die Aussagen auf den Punkt zu bringen. Die uneingeschränkte Wortkombinationsmöglichkeitswahrnehmung läßt dieses auch zu. Doch so genau will es die Maschine überhaupt nicht wissen.

Was tun, wenn ich einen Text über "den hohen Anspruch des Programmierens" schreiben und diesen Anspruch im Dateinamen manifestieren will? Ganz einfach! Jeder Programmierer sollte sein Englisch pflegen. Wer keinerlei Englisch kann, der wird sich wohl auch kaum ans Programmieren wagen. Meine html-Datei befaßt sich also mit dem Programmieren. Genauer: mit dem Anspruch des Programmierens. Und da ich wahrscheinlich einen kompletten Internetauftritt habe, der sich ums Programmieren dreht, werde ich sehr wahrscheinlich auch Ornder angelegt haben, die sich mit den diversen Kenntnissen des Programmierens auseinandersetzen. Ich könnte die Datei im entsprechenden Ordner einfach "Anspruch" nennen. Acht Zeichen! Paßt doch! Trotzdem nenne ich sie nicht Anspruch, sondern "Claim". Warum?

Claim heißt auf Deutsch Anspruch. Und wer weiß, vielleicht will ich ja, weil ich auch Englische Seiten im Auftritt habe oder gar "den hohen Anspruch des Programmierens" sogar auf Englisch übersetzt habe, auch von Englisch-sprechenden Leuten gefunden werden? Das Wort Anspruch wird eh gefunden, da ich es ja häufig genug im Quelltext erwähne. Doch warum sollte ich nicht auch den User erwischen wollen, der einfach nur "Claims" eingibt? Vielleicht ist es ja ein Programmierer, den ich über diesen Weg kennenlernen kann?

Wer viele Englische Vokabeln drauf hat, der wird schnell merken, dass so manche Begriffe - gerade im technischen Bereich oder auch alltägliche Ausdrücke - kürzer sind, als die gängigen Deutschen Ausdrücke. Und bei der Vergabe von Dateinamen sollte man darauf 8 geben, dass diese nicht länger als nötig sind. Und alles was unter 8 Zeichen liegt ist 8 (Programmierer verstehen alles 8 als gut, weil eine Spinne Netze macht und auf 8 Beinen läuft). By the way, Programmierer halten die 6 für ein schlechtes Omen (Käfer, also Bugs laufen auf sechs Beinen und verheddern sich im Netz).

 

Head-, Meta- und Title-Tags

Dem Head-Tag wird meist wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei sind es gerade diese Angaben, die das bessere Auffinden Ihrer Seiten sicherstellen. Die meisten Suchmaschinen lesen nämlich diese Informationen aus und können so Ihre Seiten entdecken.
Meta-Tags-Infos können die Seiten inhaltlich genauer beschreiben. Der Text wird zwar auf der Seite nicht erscheinen, aber von Suchmaschinen erkannt.
Der Titel sollte den Inhalt Ihrer Seite treffend und knapp beschreiben, denn dieser Text erscheint als Lesezeichen (Bookmark). Wer sich diese Seiten bookmarkt, will später erkennen können, um welches Thema es sich handelt.

aus C. H. Block, "Internet, Intranet, Extranet für Manager", verlag moderne industrie www.mi-verlag.de, Landsberg /Lech, 1999, S. 70 ff.

Mehr HTML gibts bei Stefan Münz, dem Guru der Webprogrammierung unter:

www.selfhtml.org/.

Unterschied zwischen HTML und XHTML Mitreden in: Informatik

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