Einleitung

Im Gegensatz zu Tieren paaren sich die Menschen nicht. Sie "schlafen" miteinander. Dazu gleich mehr.

Der Paarungsakt bei Tieren ist programmiert. Tiere paaren sich nur zu bestimmten Zeiten im Jahr und kennen beim Paarungsakt weder Stellung noch Phantasie, ebensowenig wie Zärtlichkeit und Gewalt. Tiere kennen keine Verhütung. Tiere kennen auch keine Schwangerschaftsgymnastik und auch keinen -Abbruch...

Hauptteil

Die Geschlechter

Das Geschlecht wird bei der Befruchtung entschieden. Sowohl in der Samenzelle des Mannes als auch in der Eizelle der Frau sind beide genetischen Informationen zur Geschlechtsentwicklung vorhanden. Wie sich sowas entscheidet, ist Stoff der Genetik.

Die Geschlechtsreife

Die Geschlechsreife von Jungen wie Mädchen entwickelt sich im Laufe des Heranwachsens. Wer geschlechtsreif geworden ist, der ist körperlich gesehen, erwachsen.

Wenn ein Junge morgens aufwacht und sein Laken ist frisch fleckig, dann hat er seinen ersten Samenerguß in der Nacht gehabt, ohne es unbedingt gewollt zu haben. Er ist von da an geschlechtsreif geworden.

Bei einem Mädchen ist das Zeichen, geschlechtsreif zu sein, das Einsetzen der ersten "Blutung". In einem Zyklus von ungefähr 30 Tagen wird sie bis zur Lebensmitte "ihre Tage" bekommen. Bleiben diese Zyklustage aus, dann kann sie schwanger geworden sein - muss aber nicht. Es kann auch andere Ursachen haben, wenn die Menstrutationsblutung ausbleibt, wie zum Beispiel Leistungssport oder seelische Probleme.

Pupertät

Das ist eine anstrengende Zeit. Der Mensch verändert sich. Beim Jungen verändert sich die Stimme (Stimmbruch) und die Schultern werden breiter. Dem Mädchen wachsen Brüste und die Hüften dehnen sich aus. Es wachsen Haare unter den Achseln und an den Geschlechtsorganen. Dem Jungen wachsen Haare an den Beinen, an der Brust und im Gesicht (Bartwuchs).

Auch die Haut verändert sich. Gerade auch im Gesicht. Die Phase des "Kindchen-Shemas" ist vorbei. Das heißt, dass die niedlichen Rundungen eines Kindergesichtes, den Formen, Ecken und Kanten des Gesichts eines Erwachsenen weichen müssen. In dieser Phase ist die Haut des Gesichtes besonders empfindlich und empfänglich für Pickel und Mitesser.

Gute und einleuchtende Erklärungen zum recht komplexen Thema Pubertät findet Hans-Dieter Mallig im eduvinet.de und zeigt mit niedlichen Figuren, wie sich die Phase zwischen Kindsein und Erwachsenwerden grafisch darstellt. Interessante Fragen und Antworten runden dieses schwierige Thema altersgerecht ab.

Die Geschlechtsorgane

Primäre Geschlechtsteile werden die Fortpflanzungsorgane genannt. Beim Mädchen ist das die Vagina oder auch Scheide genannt. Beim Jungen ist es der Penis oder auch Glied genannt. Die primären Geschlechtsorgane beim Mann bestehen aus dem Penis und den Hodensack. Der Penis ist ein Schwellkörper bestehend aus der Eichel, der Vorhaut und dem Stamm. Ist der Mann erregt, wird Blut in das Glied gepumpt, so dass es sich versteift.

Auch die Frau hat in ihrer Vagina einen Schwellkörper, die Klitoris. Die Scheide selbst besteht aus zwei Schamlippenpaaren. Den inneren und den äußeren Schamlippen. Beide decken den Muskel ab, der das steife Glied des Mannes hineinläßt und festhalten kann.

Sekundäre Geschlechtsorgane sind bei der Frau die Brüste. Hat der Mann überhaupt ein sekundäres Geschlechtsorgan?

Die Fortpflanzung

Die Fortpflanzung dauert in der Regel 9 Monate. Der Zustand heißt Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft wird in Wochen gezählt, da ein Kind nicht unbedingt in exakt 36 Wochen zur Welt kommen muss. Es kann auch mal ein oder zwei Wochen früher oder später kommen. Kommt es arg zu früh, dann ist es ein Frühchen und muss in einem Brutkasten versorgt werden.

Eine Frau kann nur schwanger werden, wenn ihre Eizelle von einer männlichen Samenzelle befruchtet wird. Normalerweise geschieht das beim Geschlechtsverkehr. Es gibt aber auch den Weg der künstlichen Befruchtung.

Sexualität

Geschlechtsreife und Verantwortung

In der Pubertät entdecken die Geschlechter sich selbst. Sie werden neugierig und möchten sich ausprobieren. Es kommt zum ersten Kuss und nach einer Weile des gegenseitigen Vertrauens kommt es zu den ersten intimen Berührungen nackter Haut (Petting).

Soll es zur Vereinigung beider kommen, ist es ratsam, dass beide sich über die Verhütung im Klaren sind. Es gibt äußerliche Verhütungsmethoden, wobei das Kondom eine sehr wichtige Verhütung - nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft - sondern auch zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten dienen soll. Ein wichtiger Schutz vor der Imunschwächenkrankheit AIDS ist das Kondom.

Ein zuverlässiger Schutz vor ungewollter Schwangerschaft kann die regelmäßige Einnahme der Anti-Baby-Pille bedeuten, die viele Frauenärzte jungen Frauen auch aus hormonellen Gründen verschreiben.

Geschlechtsverkehr

Der Geschlechtsverkehr wird auch Beischlaf genannt. Das Wort "miteinander zu schlafen" für das es auch eine Reihe anderer, meist vulgärer Ausdrücke gibt, wie zum Beispiel das altdeutsche Wort ficken, das so viel bedeutet wie stoßen, hat seinen Ursprung in der gesellschaftlichen Norm, dass Sex eigentlich erst nach der Ehe stattfinden soll. Zumindest wenn es nach den Vorstellungen der Kirche ginge. Und in einer Ehe teilt man sich nunmal Tisch und Bett. Deswegen sind Essen und Schlafen auch - rein von der Nahrungsaufnahme und von der Erholung abgesehen - stark sexuell geprägt. Wenn ein Paar miteinander Essen geht, dann kommt es danach gelegentlich zum Geschlechtsakt oder aber zum Streit. Zur Versöhnung schlafen beide wieder miteinander oder trennen sich.

Geschlechtstrieb

Eigentlich wird der Geschlechtstrieb von dem Verlangen beherrscht, jemand anderen körperlich näher zu kommen. Dieser Trieb ist relativ stark. Um sich diesem Trieb hingeben zu können, braucht man einen Geschlechtspartner. Und sei es nur in der Fantasie.

Geschlechtsverhalten

Mädchen spielen mit Puppen und Jungs mit Autos. So heißt es jedenfalls. Genauso wie Jungen angeblich blau lieber mögen als rot. Doch in Wirklichkeit ist das Verhalten der Geschlechter Erziehungssache. Wer als Mädchen mit Autos spielt wird deshalb nicht gleich lesbisch. Genausowenig wie ein Junge, der mit Puppen spielt nicht unbedingt schwul veranlagt sein muss.

Schlußteil

Zusammenfassung

Literatur- und Quellenhinweise